2014-06-24 12:17:21 - 3er 22.6.
Der vorletzte Hauptrundenspieltag der Landesliga bescherte der dritten Mannschaft der Vienna 95ers zwei starke Gegner: die viertplatzierten Oilers II aus Stockerau und die zweitplatzierten Lunatics. Stellen beide Mannschaft schon unter günstigen Vorrausetzungen eine Herausforderung für die Mannschaft um Topscorer Manuel Mila dar, so sorgten zusätzlich erschwerende Bedingungen für eher pessimistische Aussichten: Einerseits musste Stammgoalie Draxlbauer durch Nachwuchsgoalie und Ex-Coach Maciej Postek ersetzt werden, der damit seine ersten beiden Einsätze als Goalie absolvierte; andererseits waren die restlichen Mannschaftsteile mit nur sechs Feldspielern ebenfalls dünn besetzt.


Vienna 95ers III - Stock City Oilers II 2:12

So ging es in die erste Partie gegen die Oilers mit der Zielvorgabe, das Spiel mit einer soliden Defensivleistung möglichst lange offen zu gestalten, die aber mit dem Führungstreffer für den Gegner nach 30 Sekunden direkt zunichte gemacht wurde. Im weiteren Spielverlauf ließen die Grün-Weißen zu oft Ordnung und Stabilität vermissen, so dass die Anzeigetafel nach 15 Minuten nur 5 Tore für die Stock City Oilers anzeigte. Auch die zweiten 15 Minuten der freundschaftlich geführten Partie brachten keine Verbesserung in den Defensivbemühungen der Wiener, auch wenn man in der Offensive immerhin zwei mal erfolgreich war. Insgesamt musste man sich aber den Stockerauern trotz gutem Einstands von Goalie Postek mit 2:12 geschlagen geben.


Vienna 95ers III - Lunatics 0:3

Um Nachwuchsgoalie Postek die Torhüterposition für die Zukunft doch noch schmackhaft zu machen, sollte im zweiten Spiel unbedingt eine bessere Defensivleistung her. Das mag gegen die auf dem Papier stärkere Mannschaft auf den ersten Blick als Wunschdenken erscheinen. Da man aber diese Saison häufig gute Spiele gegen bessere Teams oder schlechtere Spiele gegen schlechtere Teams zeigte (um meistens trotzdem zu verlieren), war der Plan der dem 3er Spiel zugrunde liegenden Regelmäßigkeit angemessen. So überraschte es auch nicht, dass man das Spiel mit hohem defensiven Einsatz lange Zeit tatsächlich offen gestalten konnte und es dabei sogar gelang, selbst die ein oder andere Möglichkeit herauszuspielen. Zwar ging es dann doch mit einem 0:2 in die Pause, jedoch konnte man den Erfolg der 95ers’schen Defensivanstrengungen nicht zuletzt an der akustisch deutlich geäußerten Unzufriedenheit des Gegnerteams über eigenes Spiel und Spielstand erkennen. Die zweite Hälfte bot ein ähnliches Bild: Bemühten sich die Lunatics um ein passreiches Offensivspiel und versuchten ein ums andere Mal den Ball bis ins Tor zu tragen, konnten die 95ers um den erneut äußerst laufstarken Klaus Eder und den kurzerhand zum Defensivspezialisten umfunktionierten Alexander Burger weiterhin erfolgreich stören. Schlussendlich musste man sich aber auch im zweiten Spiel geschlagen geben und unterlag am Ende dem „Wahnwitzigen Hockey Team“. Im Gegensatz zum ersten Spiel aber mit einem Ergebnis, dass zwar nicht glücklich machte, aber immerhin nicht vollends enttäuschte. Das Ergebnis war zu keinem kleinen Teil auch den starken Paraden von Aushilfsgoalie Postek zu verdanken, dem an dieser Stelle für sein kurzfristiges Einspringen nochmals herzlich gedankt sein soll!

Am nächsten Wochenende steht für die 3er der letzte Hauptrundenspieltag an. Mit den KSV Scorpions und den Canadians warten zwei nicht minder starke Gegner. Will man die Playoffs diese Saison erreichen und die Hawks von Platz 7 verdrängen, so muss mindestens ein Sieg her und dabei auf Schützenhilfe von den Lunatics und den Desolati gehofft werden.


Stimmen zum Spiel: „In der dritten Mannschaft lernt man Bescheidenheit. Nach einem 0:3 ist man fast zufrieden.“ (Verteidigungsspezialist Alexander Burger)

Fun Fact: Mit ein wenig Mathematik wurde auch das Geheimziel von Junggoalie Postek, nämlich unter 10 Gegentoren zu bleiben, erreicht: Immerhin bekam er im Schnitt nur 7,5 Gegentore pro Spiel.

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